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Guter Ganztag (17.06.2016)

Mit einem riesigen Dank an alle Aktiven und Verhandler_innen der Initiative Guter Ganztag und ihren unermüdlichen Einsatz, möchten wir über das Verhandlungsergebnis der letzten Woche informieren.

Es ist den Aktiven gelungen, in zwei Umsetzungsschritten eine Personalverbesserung von 17,5 % im Ganztag bis 18 Uhr zu erreichen. In einem ersten Schritt wird die Kernzeit von 13 – 16 Uhr ab dem nächsten Schuljahr (2017/18) mit 10 % mehr Personal ausgestattet. Der zweite Schritt erfolgt ab dem Schuljahr 2019/20 mit einem Fachkraft-Kind-Schlüssel von 1,175 : 23 bzw. 1,175 : 19. Damit wird -  anders ausgedrückt - , ab dem Schuljahr 2019/20 ein Fachkraft-Kind-Schlüssel von 1 : 19,6 (KESS 3-6) bzw. 1 : 16,2 (KESS 1+2, Sonder- und Förderschulen) gelten. Die Personalverbesserung wird insgesamt ca. 17 Mio. € kosten. Die Raumausstattungsbedarfe werden mit einem Sonderfonds von 25 Mio. € bedacht, der später mit jährlich 1,5 Mio. € fortgeschrieben wird.

Das Verhandlungsergebnis ist in der beigefügten Bürgerschaftsdrucksache nachzulesen.

Nachfolgend die wichtigsten Fakten:

•    Sowohl an GBS- Schulen (Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen) als auch an GTS-Schulen (Gebundene Ganztagsschulen) wird der Personalschlüssel von 1 Stelle pro Gruppe schrittweise auf erst 1,1 (ab 2017/18) in der Kernzeit, dann 1,175 (2019/20) bis 18 Uhr angehoben – im Ergebnis also um 17,5 Prozent. Im Rahmen des Haushaltsplanes 2019/2020 werden die Personalmittel für den Ganztag an den Stadtteilschulen für die Klassen 5 und 6 auf 1,1 Stellen pro Lerngruppe aufgestockt – das heißt um 10 Prozent.

•    Zur Annäherung an eine ganztagsgerechte Ausstattung der Räume und Flächen an Schulen sowie zur Verbesserung der Küchen und Kantinenbereiche wird ein zunächst mit 25 Millionen Euro ausgestatteter Sonderfonds Guter Ganztag aufgelegt, der später durch jährliche Mittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro fortgeschrieben werden soll. Neu zu bauende Schulküchen sollen als sogenannte „Vitalküchen“ vorgerüstet und bei Vorlage eines Ernährungskonzeptes auch ausgerüstet werden können.

•    Es werden Qualitätskriterien für den Ganztag an Schulen sowie ein wirksames Qualitätssicherungsverfahren entwickelt. An jeder Schule soll ein schuleigenes Qualitätsmanagement zur Verbesserung des Ganztagsangebots eingerichtet werden. Es wird ein Referenznetzwerk geschaffen, in dem Ganztagsschulen voneinander lernen und über ihre Qualitätsentwicklung gefördert werden.

•    Viele Aspekte des Ganztags werden nun unter Beteiligung aller in Schule Beteiligten – also auch der Eltern, Kinder und des pädagogischen Personals – definiert und überprüft. Dazu wird ein Ganztagsausschuss gebildet. Dieser kann nicht nur über die nötigen Baumaßnahmen und Raumkonzepte mitentscheiden, sondern auch über die Ernährungskonzepte. 

•    GTS-Schulen werden GBS-Schulen bei der Kooperationspauschale gleichgestellt: Auch GTS-Schulen erhalten jetzt 12.500 Euro für die Kooperation.

SOAL wird mit großem Engagement und Sorgfalt dafür sorgen, dass die verhandelten Qualitätsverbesserungen zügig in der Vertragskommission ausgehandelt und in die Weiterentwicklung des Landesrahmenvertrages einfließen, damit eine zeitnahe Operationalisierung entwickelt werden kann und die Verbesserungen auch tatsächlich ab dem nächsten Schuljahr 2017/18 an den Ganztagsstandorten ankommen.


 

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