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Inklusion (29.01.2016)

Inklusion

Was ist eigentlich eine inklusive Kita?

Claus Reichelt und Kai Fieguth sind Referenten dieser interessanten Fortbildung, die am 15. und 16. Februar im SOAL Bildungsforum stattfindet. Ein Nachbereitungstermin ist für den 21.04.2016 vorgesehen. Im Interview berichten die Referenten über die Hintergründe der Fortbildung.

Eure Fortbildung ist für drei Tage konzipiert, was wollt ihr mit den Teilnehmenden bewegen?

Kai FieguthKai Fieguth: In einem Themenblock widmen wir uns den Begrifflichkeiten. Was verbirgt sich überhaupt hinter dem Begriff „Inklusion“? Wir klären dabei auch den „Teilaspekt“, welche Anforderungen es in Hamburg an die Betreuung behinderter Kinder gibt. An einem dritten Termin – nach gut zwei Monaten – tauschen wir aus, was die Teilnehmenden in ihre Einrichtungen mitnehmen konnten. Wie sie das Thema „Inklusion“ weiterbewegen können und was sie dafür benötigen.






Claus Reichelt:
Die Beschäftigung mit dem Inklusionsgedanken ist selbst vielen Integrationseinrichtungen nicht wirklich vertraut. Deshalb wollen wir uns in dieser Fortbildung auch mit der Frage befassen, was Inklusion für uns selbst bedeutet. Inklusion ist ja aus dem Integrationsgedanken weiterentwickelt worden. Er mündet in die Frage: Wie wollen wir alle zusammen leben, wenn wir anders und doch alle gleich sind?

Was ist das Besondere an diesem Seminar?

Claus ReicheltClaus Reichelt: Wir unterstützen die Kolleg_innen darin, bei sich selbst zu bleiben und die eigene Haltung zu reflektieren, um dann den Bogen zu spannen zu ihrer Einrichtung und zu den Menschen mit denen sie dort zu tun haben. Wie bin ich mit Menschen, die beispielsweise andere körperliche Bedingungen mit sich bringen, die anders aussehen, anders sprechen? Sich diese Frage zu stellen, ist auch angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte spannend.


 

Kai Fieguth: Wir wollen ein weitergefasstes Verständnis von Inklusion verankern. In Deutschland wird der Begriff immer noch zu sehr mit Behinderung verbunden. Wenn eine Schule beispielsweise behinderte Kinder aufnimmt, gilt sie als inklusiv. Und Inklusionsbeauftragte kümmern sich um die Belange behinderter Menschen. Inklusion hat aber gar nicht vorrangig nur etwas mit Behinderung zu tun. Inklusion bedeutet wörtlich übersetzt Zugehörigkeit. Er umfasst alle Menschen mit ihren Unterschiedlichkeiten.

Wie ist die Situation in Hamburg, wenn Einrichtungen inklusiv arbeiten möchten?

Kai Fieguth: In Hamburg muss man eine gesonderte Betriebserlaubnis beantragen, um behinderte Kinder betreuen zu können. Denn nur solche Einrichtungen erhalten finanzielle Mittel für heilpädagogisches Fachpersonal und Therapien. Somit wird die Betreuung von behinderten Kindern auf bestimmte Kitas beschränkt. Das ist das Gegenteil von Inklusion. Eigentlich sollten alle Kitas in die Lage versetzt werden, für jedes Kind ein Bildungs- und Betreuungsangebot anzubieten.

Was schlägst du vor?

So lange die Betreuung von behinderten Kindern in Kitas so geregelt ist, sollten möglichst alle Einrichtungen die Vorgaben für die Betreuung dieser Kinder erfüllen. Dann können sie alle Kinder betreuen und wir kommen dem Inklusionsgedanken ein großes Stück näher. Auch deshalb möchten wir herzlich dazu einladen, sich in unserem Seminar mit dem Thema zu befassen.

Danke für das Interview!

Alle, die inklusiv arbeiten möchten, können sich für die Teilnahme unter bildungsforum@soal.de

Weitere Infos unter: www.soal-bildungsforum.de

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