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SOAL PM 01.10.15 (01.10.2015)

Freiwerdende Bundesmittel aus dem Betreuungsgeld zur dringend notwendigen Verbesserung der Betreuungsschlüssel in den Hamburger Kitas nutzen!
 
Auf dem sogenannten Flüchtlingsgipfel der Bund- und Länderchef_innen am 24.09.2015  wurde unter Punkt 6. beschlossen:

„Die steigende Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern stellt die Kinderbetreuung vor große Herausforderungen. Die Bundesregierung wird die Betreuung von Kindern weiter unterstützen. Hierzu wird der Bund die finanziellen Spielräume im Bundeshaushalt, die durch den Wegfall des Betreuungsgeldes bis 2018 entstehen, dazu nutzen, Länder und Kommunen bei Maßnahmen zur Verbesserung der Kinderbetreuung zu unterstützen (gemäß Umsatzsteuerverteilung).“
 
Dieser Beschluss schafft die finanziellen Voraussetzungen für die überfällige deutliche Verbesserung der personellen Rahmenbedingungen in den Hamburger Kitas! Dieses Vorgehen hatten Kitanbieter und Behörde in der sog. Eckpunktevereinbarung vom 10.12.2014 verabredet (Ziffer 3a.). Der Handlungsbedarf zur Verbesserung der Personalsituation im Krippen- und Elementarbereich ist seit langem bekannt. Der aktuelle Ländermonitor der Bertelsmannstiftung vom August 2015 hat dies erneut bestätigt. Die Personalschlüssel* sind in Hamburg weit entfernt von den notwendigen 1:3 bzw. 1:7,5 (päd. Fachkraft/Kind). Das beeinträchtigt die pädagogische Qualität in Kitas und gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten.
 
SOAL-Geschäftsführerin Sabine Kümmerle geht davon aus, dass der Senat zu seinem Wort steht. „Die Anforderungen an die Erzieher_innen und Leitungen wachsen beständig. Um allen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft gerecht zu werden, brauchen wir jetzt eine spürbare Verbesserung – auch im Elementarbereich“, so Kümmerle.
 
Die Unzufriedenheit der Eltern und Pädagog_innen über die unzureichende Personalsituation in den Hamburger Kitas ist unvermindert hoch. Derzeit beteiligen sich deshalb zahlreiche Kitas an einer symbolischen Protestaktion des Kitanetzwerks Hamburg. Sie schicken Kostenvoranschläge an die Sozialbehörde, in denen sie die Kosten für ihre Arbeit mit Eltern und Schulen im Rahmen der Viereinhalbjährigen Vorstellung auflisten und darauf aufmerksam machen, dass diese nicht refinanziert sind.
 
[*Ländermonitor: Für den Personalschlüssel wird die gesamt Arbeitszeit des pädagogischen Personals berücksichtigt, also auch jene Arbeitszeiten, die nicht für die pädagogische Arbeit mit den Kindern genutzt werden können, sowie Ausfallzeiten für Urlaub, Fortbildung und Krankheit. Angenommen, pädagogisch Tätige verwen­den 25 % ihrer Arbeitszeit für mittelbare pädagogische Tätigkeiten, wie z. B. Teamsitzungen, Elterngespräche oder Vorbereitungszeiten, und für Ausfallzeiten (durch Urlaub, Fort- und Weiterbildung sowie Krankheit), dann betreut eine Vollzeitkraft in Krippengruppen in der pädagogischen Praxis 6,8 Kinder (bei einem Personalschlüssel von 1 : 5,1).]
 
Fragen dazu beantworten gern: Sabine Kümmerle, Geschäftsführerin Alternativer Wohlfahrtsverband SOAL, Tel.: 040/ 43 25 84 – 14 oder sabine.kuemmerle@soal.de; Kai Fieguth, Fachberater Kindertagesbetreuung Alternativer Wohlfahrtsverband SOAL, Tel.: 040 / 43 25 84 – 15 oder kai.fieguth@soal.de
 

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