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SOAL PM 18.02.16 (18.02.2016)

 
Schnellerer Zugang zu früher Bildung für Flüchtlingskinder
 
Die rechtswidrige Praxis der Bundesländer, Flüchtlingskindern bis zu sechs Monate lang den Zugang zu Kindertagesbetreuung zu verwehren, muss  eingestellt werden! Der Alternative Wohlfahrtsverband SOAL e. V. fordert Hamburg auf, sich auf Bundesebene für einen unmittelbaren Zugang zu den Bildungsleistungen stark zu machen.
 
Derzeit haben sich die Länder darauf geeinigt, Kindertagesbetreuung erst zu gewähren wenn die Familien in einer Folgeunterkunft sind. Seit der Verschärfung des Asylgesetzes bedeutet das: die Kinder müssen bis zu sechs Monate warten, bis sie in die Kita dürfen. Ein Rechtsgutachten des Deutschen Jugendinstituts belegt jetzt: Das ist ein Verstoß gegen geltendes Recht. Der Rechtsanspruch der Kinder auf einen Betreuungsplatz in der Kita gilt vom ersten Tag an.
 
Auch Hamburg praktiziert die Wartezeit. Immerhin gibt es hier in vielen zentralen Erstaufnahmen ein offenes, halbtägiges Betreuungsangebot. Aber eben längst nicht überall und deutlich unter dem Standard von Kitas. Nach Auffassung von SOAL reicht das nicht, um den geltenden Rechtsanspruch zu erfüllen.
 
„Ein halbes Jahr ist in der Entwicklung der Kinder eine Ewigkeit. Es macht keinen Sinn, die Kinder in einer so langen Warteschleife zu lassen. Gerade Kinder im Vorschulalter können in der Kita spielend die Sprache lernen. Durch die gängige Praxis schafft sich die Stadt ein neues Bildungsproblem“, so SOAL Geschäftsführerin Sabine Kümmerle. SOAL fordert die sofortige Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kitagutschein und die Verbesserung der Betreuungsqualität in den Zentralen Erstaufnahmen (ZEA).
 
Weitere Infos:
 
 Rückfragen bei Sabine Kümmerle, Tel.: 040 / 432 584 - 14, sabine.kuemmerle@soal.de

 

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