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SOAL PM 23.06.2015 (23.06.2015)

Flashmob für mittelbare Pädagogik – SOAL Kitas leisten 33.000 Stunden unbezahlte Arbeit für Kinderschutzkonzepte!

 Am 30. Juni ist es soweit: Alle Hamburger Kitas müssen bei der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie, Integration ihre Kinderschutzkonzepte einreichen. Die Behörde setzt damit eine Vorgabe des Bundeskinderschutzgesetzes vom 1.1.2012 um.

Über einen Zeitraum von anderthalb Jahren haben sich die KollegInnen in den Kitas mit der Thematik des Kinderschutzes auseinandergesetzt und ein Kinderschutzkonzept erarbeitet. Eine Arbeit, die ihnen wichtig ist. Was sie jedoch ärgert: Die geleisteten Stunden werden über den Kita-Gutschein nicht gegenfinanziert. Sie zählen zur sogenannten mittelbaren Pädagogik, die von der Stadt derzeit nicht bezahlt wird. Die ErzieherInnen und Leitungen haben die Kinderschutzkonzepte neben ihrer Arbeit mit den Kindern erarbeitet.

Die Erzieherinnen und Erzieher wollen aktiven Kinderschutz in ihrer alltäglichen Pädagogik leben. Ohne Zeit für mittelbare Pädagogik geht das nicht! Um dies zu verdeutlichen, treffen sich Kita-MitarbeiterInnen am Dienstag, 30.06. um 10:00 am Eingang des U-Bahnhofs Mundsburg zu einem Flashmob. Auf große bunte Umschläge und Mappen, in denen die Schutzkonzepte sind, haben sie die Stunden aufgeschrieben, die sie ohne Bezahlung daran gearbeitet haben. Hava Bozkurt, Leiterin des Kindertagesheim Harmsstraße, hat mit ihren KollegInnen 151 Stunden in das Kinderschutzkonzept investiert, in Euro ausgedrückt sind das 4590,- Euro, die sie von der Behörde nicht erstattet bekommt. Auf alle SOAL-Mitgliedseinrichtungen umgerechnet, hat das Erstellen der Schutzkonzepte rund 33.000 Stunden erfordert, die nicht finanziert sind!

Vom Treffpunkt am U-Bahnhof Mundsburg werden die KollegInnen zur Fachbehörde gehen, um die Schutzkonzepte fristgemäß zu überreichen. Dort werden sie von Dr. Dirk Bange, Leiter der Abteilung Familie und Kindertagesbetreuung der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie, Integration empfangen.

„Damit die KollegInnen Kinderschutz optimal umsetzen können, reicht es nicht aus, ein Konzept zu erstellen, es muss auch gelebt werden“, so SOAL Geschäftsführerin Sabine Kümmerle. „Das erfordert Zeit für Fortbildungen, Team- und Elterngespräche. Sonst kann ein Klima der Verunsicherung entstehen, das beispielsweise dazu führt, dass männliche Erzieher sich nicht mehr trauen ein Kleinkind zu wickeln.“ Kinderschutz muss inklusiv gedacht werden. SOAL wird sich dazu auch in einem offenen Schreiben an den Sozialsenator wenden.

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