Sportverein = Hort? (07.12.2011)

Sportvereine sind keine Horte!
In einem Brief an Uwe Gaul, Projektgruppe Ganztägige Bildung und Betreuung, fordert Elimar Sturmhoebel, Öffentlichkeitsreferent SOAL, die Projektgruppe auf, Sportvereine ohne Erfahrung in der Schulkindbetreuung nicht als geeignete Kooperationspartner für die nachmittägliche Betreuung an Schulen einzubeziehen und sie zu Gesprächen an den Runden Tischen einzuladen.
Eine Ganztagsbetreuung an Schulen braucht Träger mit Erfahrung in der nachmittäglichen Betreuung von Schulkindern. Einige Sportvereine betreiben eigene Kitas und Horte und verfügen über hervorragendes pädagogisches Wissen. Dass diese in die Runden Tische einbezogen werden müssen, entspricht den verabredeten Grundlagen der gemeinsam entwickelten Prozessgestaltung, heißt es in dem Brief.
SOAL kritisiert jedoch den Versuch der Hamburger Sportvereine, flächendeckend und ohne jede Vorerfahrung im Bereich der bisherigen Hortbetreuung einzusteigen. „Dies halten wir für fachlich verfehlt“, so Sturmhoebel. Dies widerspreche auch dem gemeinsam entwickelten Kooperationsverfahren.
SOAL bittet die Projektgruppe daher, schnell und in deutlicher Weise auf diese Entwicklung zu reagieren und entsprechend auf die Schulen zuzugehen.
Unbenommen davon ist SOAL der Ansicht, dass viele Vereine, insbesondere die Sportvereine, eine hervorragende Jugendarbeit leisten. Die Kooperation mit den Vereinen im Sozialraum ist wichtiger Bestandteil des Konzeptes zur ganztägigen Betreuung von Schulkindern.
Hintergrund: In den vergangenen Tagen war der Presse zu entnehmen, dass die Sportvereine an den Finanzmitteln der bisherigen Hortbetreuung partizipieren wollen. Nun hat die Hamburger Sportjugend in einem offiziellen Rundschreiben an alle Grundschulen (das Schreiben liegt SOAL vor) die Schulleitungen aufgefordert, auch die Sportvereine zu den ersten Runden Tischen einzuladen und diese als geeignete Kooperationspartner zu wählen.
Rückfragen bitte an Elimar Sturmhoebel, Tel.: (040) 43 25 84 – 11, elimar.sturmhoebel@soal.de
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
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