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Vorlesen (04.11.2019)

Vorlesen

Rund 32 Prozent aller Eltern in Deutschland lesen ihren Kindern im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren zu selten oder nie vor. Dieser Wert hat sich seit 2013 nicht verändert. Vor allem Eltern mit formal niedriger Bildung lesen zu selten oder nie vor (51%) und haben darüber hinaus einen besonders konservativen Vorlesebegriff. Dies zeigt die Vorlesestudie 2019, die am 25. Oktober in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie ist wie der Bundesweite Vorlesetag am 15. November ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung.

Viele Eltern fassen den Begriff des Vorlesens zu eng und denken, dass dazu immer ein gedrucktes Buch mit viel Text gehört. Schauen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Wimmelbücher an oder lesen Texte vom E-Reader vor, verstehen dies 23 Prozent nicht als Vorlesen. Mit Babys einfache Bilderbücher zu betrachten gehört für jeden fünften Befragten nicht dazu – obwohl gerade diese Impulse von Anfang an für die Entwicklung von Kindern wichtig sind.

Vorlesen, das kann auch bedeuten, gemeinsam mit den Kindern Comics und Bilderbücher anzuschauen, Fotoalben zu betrachten oder Geschichten zu erfinden. Dies alles hilft den Kindern Sprache zu entwickeln, Spaß an Geschichten zu haben und lesen zu lernen.

Alle Ergebnisse sowie Vorleseempfehlungen für Kinder zwischen zwei und acht Jahren sind zu finden unter: www.stiftunglesen.de/vorlesestudie

 

Bundesweiter Vorlesetag
Beim Bundesweiten Vorlesetag setzen jedes Jahr Hundertausende Menschen ein Zeichen für das Vorlesen. 2019 findet er am 15. November statt. Weitere Informationen sind in der Berichterstattung auf dem Fachkräfteportal zu finden.

 

Quelle: Stiftung Lesen vom 25.10.2019

 

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