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Die Module der SOALQE©

Die  SOALQE© wird den  Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kindertagesstätten in einem vertraglich vereinbarten Zeitraum von drei Jahren in 5  Modulen sowie 5 vertiefenden Theorieseminaren  (Roter Faden) vermittelt und schließt  mit der Zertifizierung (MOD6) der Einrichtung ab.

Die Module 1 bis 5 (siehe unten) bauen aufeinander auf und sind zugleich miteinander verknüpft.

Beispiel: Wenn Kinder beobachtet werden (MOD 3 - extrapersoneller Prozess), dann sind auch immer die eigenen biografischen Erfahrungen (MOD2 – intrapersoneller Prozess) beteiligt. Im Verlauf der Schulungen kommt es zur Integration der verschiedenen Module, die vom Ablauf her zunächst hintereinander stattfinden. Wir bezeichnen das als „permanenten Prozess“, der dann in MOD6 (Zertifizierung) deutlich wird. 

Modul 1: Das pädagogische Selbstverständnis der ErzieherIn geht der Frage nach, wodurch das Verhalten der pädagogischen Fachkraft geprägt wird. Die eigene Lebensgeschichte (siehe Modul 2) und pädagogische Überzeugungen beeinflussen die Einstellungen, wie man selbst idealerweise mit Kindern umgehen möchte. Da sich das im Alltag verwirklichte Handeln jedoch nur zum Teil mit diesen Einstellungen deckt, ist die Reflexion des pädagogischen Handelns notwendig, um sich der eigenen qualifizierten Professionalität bewusst zu werden. Da gelingende pädagogische Arbeit die Kooperation mit KollegInnen und Eltern braucht, ist auch hier das Nachdenken über eigenes Verhalten notwendig.

Modul 2:
: Die Reflexion des eigenen Bildungsprozesses steht im Mittelpunkt dieses Moduls. Es ist die „mitgebrachte“ Grundlage allen pädagogischen Denkens und Handelns. Die Unterstützung frühkindlicher Bildungsprozesse ist nur möglich, wenn man sich als Begleitung der Kinder mit den eigenen kindlichen Bildungsverfahrungen selbst einbezieht. Diese Sensibilisierung erfolgt durch die Reflexion des eigenen Bildungsprozesses. Die Erwachsenen visualisieren diese Erfahrungen in einem eigenen „Ich-als-Kind-Buches“, nach einer Idee von Donata Elschenbroich. Das „Ich-als-Kind-Buch“ wird Bestandteil der pädagogischen Alltags-Praxis für jedes Kind.

Modul 3: Nur wenn wir wissen,  was in den Köpfen und im Erleben der Kinder vor sich geht, können wir Kinder „verstehen“ und beziehungsvoll begleiten.  Die „Wahrnehmung kindlicher Bildungsprozesse“ im Kontext der eigenen biografischen Erfahrungen (MOD2) hat im gesamten SOALQE©-Verfahren zentrale Bedeutung. Das Modul widmet sich intensiv dem Wahrnehmenden Beobachten der Kinder. Vermittelt werden in diesem Kontext grundlegende Kenntnisse und Methoden der Reflexion der Bildungsprozesse der Kinder und ihre Einbeziehung in das pädagogische Handeln, in die Raumgestaltung, in das Projektverständnis, und in die Erstellung von Dokumentationen. 

Modul 4: Um Kinder bei ihrer Selbstbildung zu unterstützen, brauchen sie zuallererst eine Umwelt und Räume, die sie zu Neugier, Fragen und selbstständigem Forschen einlädt. Anregende Innen- und Außenräume können sie dazu veranlassen. Wenn Kinder anfangen zu fragen, können wir sie in weitergehenden Bildungsprozessen begleiten. Man benötigt didaktische Vorstellungen und Konzepte, die es ermöglichen, das bei den Kindern Wahrgenommene (MOD3) in ein weitreichendes Bildungsangebot zu verwandeln. Das Modul 4 befasst sich mit Raumgestaltung und Konzepten, die eine Bildungsarbeit im Sinne des SOALQE -Bildungsverständnisses unterstützen.

Modul 5: Wenn Kinder ihr Können erproben, neugierige Fragen über die Welt stellen, dann brauchen sie Erwachsene, die sich als Partner in ihr Tun und Denken mit hineinziehen lassen. Das bedeutet, dass ErzieherInnen mindestens ein  Interessensgebiet haben müssen, in denen sie kompetent sind und Antworten auf die Fragen der Kinder geben können (Fachmenschen). Deshalb wird sich das Modul 5 „Sach- und Themengebiete“ mit unterschiedlichen Bildungsbereichen beschäftigen, um ErzieherInnen darin zu unterstützen, sich einen fachliche Schwerpunkt zu schaffen und davon  wegzukommen, Fachmensch für alles sein zu müssen. Die Verbindung zu den verschiedenen Bildungsbereichen wird durch den Austausch der jeweils eigenen Fachlichkeit erweitert.

Modul 6:
Im Rahmen eines Abschlussberichtes und einem Erfahrungsaustausch zwischen allen an der Umsetzung des dreijährigen SOALQE©- Prozess-Beteiligten,  sowie der Präsentation dieser Ergebnisse in der Zertifizerungsveranstaltung, erhalten die Einrichtungen das zwei Jahre gültige  SOALQE©-Zertifikat.

Die daran anschließende kontinuierliche Begleitung der Einrichtungen im Zertifikatsverlängerungsverfahren, mit Halbjahresberichten,   Treffen der Qualitätsbeauftragten und jährlichen Besuchen,  gewährleistet die Nachhaltigkeit der Qualität,  mit der die Kinder (und Erwachsenen) in der Umsetzung ihrer Bildungsprozesse  begleitet werden. Vor Ablauf des Zertifikates werden die Einrichtungen von einer SOALQE©- FachberaterIn  und einer Referentin/einem Referenten besucht. Im Rahmen eines Erfahrungsaustausches  erfolgt die Zertifikatsverlängerung für weitere zwei Jahre.  Hinzuweisen ist auch darauf, dass über Nachschulungen von neuen MitarbeiterInnen oder QEBs  (zwei pro Jahr), Besuche von Elternabenden und Mitarbeitersitzungen, begleitenden Fortbildungsveranstaltungen (SOAL-Bildungskongress u.a.) ein enges Begleitungsnetz „gestrickt“ wurde, um die Einrichtungen in diesem langjährigen Prozess beziehungsvoll und nachhaltig zu begleiten.
 

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